Das Multiversum hat seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beständig an Popularität gewonnen – und das in vielerlei Hinsicht: In Form ernstzunehmender Theorien bzw. Hypothesen in der theoretischen Physik, sowohl in der Kosmologie als auch in der Quantenmechanik. Aber auch als populärkulturelles Phänomen haben Parallelwelten und Multiversen in Form von Kinofilmen, Science-Fiction-Novellen und Streaming-Serien begeistert. Als philosophisches Konzept mit spannenden existenziellen Fragen, und nicht zuletzt auch in seinen frühen Formen in zahlreichen spirituell/philosophischen Lehren, wie etwa im Hinduismus, tauchen diese Konzepte immer wieder auf.
Hier erhalten Sie einen breiten Überblick über all diese Aspekte des Multiversums und Parallelwelten.
Inhalt
- Was ist das Multiversum?
- Woher kommt der Begriff Multiversum?
- Das Multiversum durch alle Spektren menschlicher Wirklichkeitsinterpretation
- Multiversen der Quantenphysik
- Kosmologische Multiversen
- Stringtheorie-Multiversen
- Mathematische & philosophische Multiversen
- Simulierte Multiversen
- Multiversen in Religion & Spiritualität
- Multiversum in Kunst & Populärkultur
- FAQ
Was ist das Multiversum?
Unter dem Multiversum versteht man eine Realität, die nicht aus einem Universum, sondern aus einer Vielzahl von (zumeist) völlig unabhängig voneinander existierenden Universen besteht. Diese können sich nicht zuletzt auch in ihren Naturkonstanten voneinander unterscheiden. In diesem Beitrag werden Multiversum-Theorien und Interpretationen vorgestellt, die in unterschiedlichsten wissenschaftlichen und trivialen Disziplinen entstanden: Kosmologie, Quantenmechanik, Mathematik, Philosophie sowie Kunst und Populärkultur.

Der wissenschaftliche Diskurs hat zahlreiche Multiversum-Theorien hervorgebracht. Darunter befinden sich vor allem solche, die physikalische, aber auch philosophische Gedankengänge verfolgen. Die Debatte über Parallelwelten oder Paralleluniversen, deren Summe das Multiversum darstellt, wurde bereits in der Antike geführt.
In der modernen Physik ebnete zunächst die Quantenmechanik den Weg für die Viele-Welten-Theorie oder das Multiversum. Geprägt wurde dieser Ansatz durch den Physiker Hugh Everett. Es handelt sich bei dieser sowie ihren Abwandlungen wohl um die im 21. Jahrhundert am breitesten diskutierte Interpretation der Realität, die vielen Welten beziehungsweise die in der Populärkultur beliebten Parallelwelten beinhaltet.
Es folgt eine Zusammenfassung einer Reihe mehr oder weniger etablierter Theorien und Interpretationen rund um das Multiversum, mit Links zu genaueren Beschreibungen.
Woher kommt der Begriff Multiversum?
Der Begriff „Multiversum“, oder auch „Parallelwelt“, ist in den letzten Jahren vielen Menschen geläufig geworden. Nicht zuletzt Dank populärer Kinofilme und Science-Fiction-Romane, aber auch dem Aufkommen der Quantencomputer, die nach Ansicht nicht weniger Forscher Rechenleistung in Paralleluniversen „auslagern“. Doch seit wann sprechen wir tatsächlich vom Multiversum?
Zur Verwendung des eigentlichen Begriffs des Multiversums kam es erstmals im 19. Jahrhundert – wenn auch in recht unterschiedlichem Kontext. Zum ersten Mal tauchte das Multiversum nämlich nicht, so wie man vielleicht vermuten würde, in der Kosmologie auf. Der Philosoph und Psychologe William James nutzte den Begriff vielmehr im Jahr 1895 erstmals in einem als „Is Life Worth Living?“ („Ist das Leben lebenswert?“) titulierten Vortrag. Ihm war es darum gegangen, die Natur im Gegensatz zum bekannten Universum als chaotisch und ohne einheitliche Führung zu beschreiben.
Der als Mitbegründer der modernen Psychologie geltende US-amerikanische Forscher meinte am 25. Februar 1895 vor dem Publikum der Harvard Young Men’s Christian Association der Harvard University: „Die sichtbare Natur ist reine Plastizität und Gleichgültigkeit, ein moralisches Multiversum, wie man es nennen könnte, und kein moralisches Universum. Einer solchen Hure schulden wir keine Treue; mit ihr als Hure können wir keine moralische Gemeinschaft bilden; und jene, die davon sprechen, ihr zu gehorchen, in Gemeinschaft mit ihr zu leben, ihrer Führung zu folgen, sind blasphemisch in diesem schlechten Sinne des Wortes.“1
Zu James‘ Zeiten stellte man nun kaum Überlegungen über kosmologische Multiversen an. Ebenso wenig wurden quantentheoretische Ideen zu Superpositionen und Wahrscheinlichkeitswolken angestellt, aus welchen ein Multiversum folgen könnte. Dennoch wurde dieser Begriff also doch bereits mehr als sieben Jahrzehnte vor Hugh Everetts Viele-Welten-Theorie erstmals dokumentiert verwendet.
Das Multiversum durch alle Spektren menschlicher Wirklichkeitsinterpretation
Das Multiversum ist also bei weitem mehr als nur ein exotisches Gedankenexperiment oder Science-Fiction. Vielmehr handelt es sich dabei für immer mehr Menschen um eine in mehreren Dimensionen mehr oder weniger etablierte Interpretation der Realität.
Angefangen von jahrtausendealten Kosmologien, bis hin zu bewusstseins-zentrierten Seinslehren asiatischer religiöser Strömungen und spiritueller Wege, findet sich Gedankengut rund um Parallelwelten, unterschiedliche Ebenen der Realität und Multiversen quer durch die Menschheitsgeschichte.
Während entsprechende Ideen selbst bei einflussreichen westlichen Philosophen der letzten Jahrtausende zu finden sind, wurde das Multiversum schließlich erst im 21. Jahrhundert am präsentesten. Moderne Erklärungsmodelle der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse führender Forscher der letzten 100 Jahre führten zu steigender Präsenz dieser Ideen, was sich auch in der Populärkultur widerspiegelte, wie beispielsweise in Kinofilmen und in der Science-Fiction-Literatur.
In der nun folgenden Übersicht finden sich all diese Varianten, um Ihnen ein möglichst umfassendes Bild dieser so vielfältigen Multiversum-Entität zu vermitteln: Auf moderner Quantenphysik beruhende Welten, wie sie etwa von Brian Greene zusammengestellt wurden, ebenso wie jene aus der Kosmologie, aus spirituellen und philosophischen Konzepten, sowie aus der Kunst.
Multiversen der Quantenphysik
Quanten-Multiversum oder Hugh Everetts Viele-Welten-Theorie

Die Quantenmechanik legt nahe, dass jede in ihren Wahrscheinlichkeitswellen verkörperte Möglichkeit in einem aus einer Riesenzahl von Paralleluniversen realisiert ist. Vater dieser Idee ist der Physiker Hugh Everett, welcher hierfür den Begriff der Viele-Welten-Theorie prägte.
Everetts Interpretation, die er zunächst als „relative state formulation“ bezeichnete, stand in krassem Gegensatz zur bis dahin weitgehend etablierten und weltberühmten Kopenhagener Deutung. Everett stellte sich damit also gegen nahezu alle Größen der theoretischen Physik der damaligen Zeit, wie etwa Albert Einstein, Niels Bohr (deren Begründer), Werner Heisenberg (Unschärferelation), Wolfgang Pauli und auch Max Born. Dies war im Übrigen mit ein Grund, weshalb diese Theorie nahezu unbemerkt blieb, und höchstens belächelt wurde. Und das obwohl der Mentor Everetts, John Archibald Wheeler, seinen Studenten bei dessen ungewöhnlichem und radikalem Ansatz unterstützte. Erst Bryce DeWitt, der Everetts Theorie später wiederentdeckte und schließlich dafür sorgte, dass sie zu ihrer Anerkennung führte, sprach von der Viele-Welten-Theorie.
Kosmologische Multiversen
Das Patchwork-Multiversum
Ist das Universum unendlich, so muss daraus folgen, dass sich die Bedingungen von einer Raumregion zur nächsten zwangsläufig irgendwann wiederholen. Dies führt zu Parallelwelten, nach welchen etwa der Planet Erde nicht nur einmal, sondern möglicherweise gar unendlich oft vorkommt – mitsamt unseren Alter Egos.

Das inflationäre Multiversum
Die niemals endende kosmische Inflation erzeugt ein riesiges Netzwerk von Blasenuniversen. Eines davon ist unser Universum – Alan Guth hat 1980 eine der am weitesten verbreiteten Multiversum-Theorien vorgestellt. Unter anderem hat sich auch der große Astrophysiker Stephen Hawking intensiv mit diesem Konzept auseinandergesetzt.
Ekpyrotisches oder Zyklisches Universum
Kollisionen zwischen Branwelten können zu Urknall-ähnlichen Anfängen führen, sodass zeitlich getrennte Paralleluniversen entstehen.
Anthropisches Landschafts-Multiversum
Durch Kombination der kosmischen Inflation und der Stringtheorie bringen die verschiedenen Formen der zusätzlichen Dimensionen aus der Stringtheorie viele verschiedene Blasenuniversen hervor.
Oszillierendes Universum
Als einer der ersten überhaupt löste Alexander Friedmann im Jahr 1922 Albert Einsteins Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Aus diesen Berechnungen ging hervor, dass das Universum nicht statisch sein muss. Diese Berechnungen Friedmanns ermöglichten sowohl ein expandierendes als auch ein kollabierendes und selbst ein periodisches Modell.
CCC – das zeitliche Multiversum nach Roger Penrose
Der große Physiker Penrose arbeitete als Alternative zum auf der Stringtheorie basierenden Branenmultiversum, sowie auch der Inflationstheorie (siehe Patchworkmultiversum), an einem zyklischen Universum, welches in der Grundidee durchaus mit dem Ekpyrotischen oder Zyklischen Universum vergleichbar ist, vorgeschlagen von Paul Steinhardt und Neil Turok.
Weitere kosmologische Multiversum-Theorien:
- Lee Smolins kosmologische natürliche Selektion oder „fruchtbare Universen via Schwarzer Löcher“
- Stephen Hawkings Baby-Universen
- Many-Minds-Interpretation von H. Dieter Zeh
- Quanten-Unsterblichkeit – ein Gedankenexperiment von Max Tegmark
- Turoks CPT-symmetrisches Universum/Antiversum
Stringtheorie-Multiversen
Branen-Multiversum
Im Branwelt-Szenario der String-/M-Theorie befindet sich unser Universum auf einer dreidimensionalen Bran. Diese Bran treibt in einer höherdimensionalen Weite, die von anderen Branen, anderen Paralleluniversen bevölkert sein kann.
Holographisches Multiversum
Dem holographischen Prinzip zufolge wird das, was in unserem Universum geschieht, eins zu eins durch Phänomene widergespiegelt, die sich an einer weit entfernten Randfläche abspielen, einem dem unseren physikalisch gleichwertigen Paralleluniversum.
Mathematische & philosophische Multiversen
Letztmögliches Multiversum
Dem Fruchtbarkeitsprinzip zufolge ist jedes mögliche Universum auch ein reales Universum. Damit entfällt die Frage, warum ein Universum – nämlich unseres – etwas Besonderes sein soll. Diese Universen verkörpern alle möglichen mathematischen Gleichungen.
Tegmarks 4 Ebenen-Multiversum
Der Mathematiker und Philosoph Max Tegmark hat in seinem Buch Unser Mathematisches Universum eine Klassifizierung zahlreicher Multiversum-Modelle vorgenommen, sowie eine neue Variante vorgeschlagen:
Multiversum Ebene 1: Jenseits unseres Horizonts
Zuordnung Patchworkmultiversum, Oszillierendes Universum.
Multiversum Ebene 2: Blasen-Universen
Zuordnung: Inflationäres Multiversum, Anthropisches Landschafts-Multiversum, Branen-Multiversum, Ekpyrotisches oder Zyklisches Universum.
Multiversum Ebene 3: Universen im Hilbert-Raum.
Zuordnung: Everetts Viele-Welten-Interpretation
Multiversum Ebene 4: Multiversum anderer mathematischer Logik
Tegmarks neue Kategorie, nach der die mathematische Logik, wie wir sie kennen, nur eine von vielen möglichen ist, wobei jede einer physikalischen Struktur entspricht, so wie in unserem Fall das bekannte Universum.

Interaktives Multiversum
Das Multiversum ist nach der Interaktionstheorie, einer Ontologie, die in diesem Blog vorgestellt wird, die Summe aller Wirklichkeiten. Da jede existierende Entität durch Interaktion ihre subjektive Wirklichkeit schafft, entspricht die Anzahl an Entitäten der Anzahl an Universen im interaktiven Multiversum.
Weitere philosophische Multiversen (oder verwandte Konzepte)
- David Lewis‘ Modaler Realismus
- Leibniz‘ mögliche Welten
- Atomisten aus der Antike (Demokrit, Epikur, Lukrez)
- Giordano Brunos Lehren
- Nietzsches ewige Wiederkunft
Simulierte Multiversen
Der Philosoph Nick Bostrom legt nahe, dass unser gegenwärtig anerkanntes Universum wahrscheinlich eine Computersimulation ist, die von einer Zivilisation durchgeführt wird, die dazu technisch in der Lage ist. Sämtliche Simulationen dieser Art sowie das „echte“ Universum ergeben ein Multiversum.

Multiversen in Religion & Spiritualität
Das Multiversum im Hinduismus
Wir finden in alten Schriften zahlreiche Hinweise, die belegen, dass nicht nur die gegenwärtigen modernen Wissenschaften sich mit Parallelwelten und Multiversen beschäftigen. Auch etwa im Hinduismus finden sich einige Ontologien, die modernen Theorien mitunter stark ähnlich sind. Einige davon, wie etwa aus dem Devī-Bhāgavata-Purāṇa, sowie das Konzept der Kalpas und Yugas wurden in der Folge 3 des Podcasts „Aus der Parallelwelt – das Multiversum im Hinduismus“ behandelt.
Weitere spirituelle Multiversum-Ontologien und Kosmologien
- Trichiliokosmos/tausend Welten aus dem Buddhismus
- Die vier Welten aus der Kabbala
- verwandte Konzepte im Jainismus und Gnostizismus (wie z. B. die Äonen)
Multiversum in Kunst & Populärkultur
In den letzten Jahren haben einige Filme und Serien sich mit dem Multiversum auseinandergesetzt. Ein prominentes Beispiel wäre etwa das gesamte Marvel-Multiversum, sowie das im Jahr 2023 mit dem Oscar für den besten Spielfilm und gleich 6 weiteren Academy Awards prämierte Everything Everywhere All at Once von den Regisseuren Daniel Kwan und Daniel Scheinert. Vielen dieser Filme ist der Gedanke gemeinsam, dass die Macht kausaler Ereignisse auf den Kopf gestellt werden kann, wenn man entsprechend Zugriff auf alternative Zeitlinien erhält.
Literarisch hat sich wohl noch deutlich mehr getan hinsichtlich der Existenz fiktiver Multiversen: Erstmals in die Science-Fiction brachte das Thema der britische Autor Michael Moorcock im Jahr 1963. Das „Multiversum“ tauchte da in der Erzählung The Sundered Worlds auf. Später tauchten seine Helden – allen voran der „Ewige Held“ – in zahllosen „Inkarnationen“ in verschiedensten parallelen Welten auf. Auch etwa Murray Leinster hatte in Sidewise in Time (1934) mit Parallelwelten experimentiert, oder auch Jorge Luis Borges mit seiner literarischen Vorwegnahme verzweigter Zeitlinien in Der Garten der Pfade, die sich verzweigen (1941). Weitere bekannte Autoren, die sich mit Multiversen beschäftigten, sind Philip K. Dick und Greg Egan.
FAQ
Was ist das Multiversum?
Das Multiversum ist eine Interpretation der Wirklichkeit, die davon ausgeht, dass nicht nur ein Universum existiert, sondern viele Universen. Die Summe aller existierenden Universen ist das Multiversum.
Was ist die „Viele-Welten-Theorie“?
Die Viele-Welten-Theorie ist eine Interpretation der Quantenmechanik nach Hugh Everett, die im Kontrast zur Kopenhagener Deutung steht. Sie postuliert, dass die Wellenfunktion nicht kollabiert, wodurch jedes mögliche Ergebnis eines Ereignisses in einer eigenen Welt realisiert ist.
Was ist der Unterschied zwischen Universum und Multiversum?
Während das Universum jene Realität beschreibt, die wir zumindest teilweise heute wissenschaftlich beobachten können, beinhaltet das Multiversum sämtliche, mitunter unendlich viele solcher Universen. Die Existenz solcher Paralleluniversen ergibt sich aus Interpretationen zahlreicher wissenschaftlicher Beobachtungen des Kosmos.
Ist das Multiversum bewiesen?
Bislang konnte das Multiversum nicht wissenschaftlich beobachtet werden. Eine Reihe von wissenschaftlichen Erkenntnissen hatte jedoch zur Folge, dass zahlreiche Forscher es als plausibel erachten, dass wir in einem Multiversum existieren.
Wer hat die Viele-Welten-Theorie aufgestellt?
Multiversum-Theorien und vergleichbare Konzepte tauchten in der Menschheitsgeschichte immer wieder auf. In der modernen Wissenschaft wird allgemein Hugh Everett mit einer Viele-Welten-Interpretation, postuliert 1957, als Urheber anerkannt. Und dies obwohl dieser seine Theorie eigentlich zunächst anders benannte: Nämlich als „relative state formulation“, also Formulierung des relativen Zustandes. Erst Bryce DeWitt, der Everetts Theorie später wiederentdeckte und schließlich dafür sorgte, dass sie zu ihrer Anerkennung führte, sprach von der Viele-Welten-Theorie.
Was hat die Quantenmechanik mit dem Multiversum zu tun?
Hugh Everetts Viele-Welten-Interpretation ist eine populäre Interpretation der Quantenmechanik, die das populäre Gegenstück zur klassischen Kopenhagener Deutung darstellt. Aus der Quantenmechanik ergeben sich gleich mehrere solcher Interpretationen, die zum Schluss kommen, dass das Multiversum existiert.
Gibt es eine unendliche Zahl an Paralleluniversen?
Weder die Existenz von Paralleluniversen, noch deren mögliche Anzahl lässt sich derzeit wissenschaftlich beweisen. Aus einer bestimmten Form der Stringtheorie, einer von vielen Theorien, die zu einem Multiversum führen, ergibt sich eine Anzahl von 10 hoch 500 solcher Universen.
Gibt es ein „anderes Ich“ in einem Paralleluniversum?
Aus dem Multiversum ergibt sich nicht nur ein anderes Ich, sondern sogar unendlich viele – je nach Interpretation. Die Interaktionstheorie beschäftigt sich mit Identität und Entitäten im Multiversum.
Was bedeutet das Multiversum für uns?
Das Verständnis über das Selbst, die Identität ist, was sich wohl im Multiversum am meisten verändert. Es wird jedoch nicht entwertet: Auch in einem unendlichen Multiversum bleibt dieses Leben das einzige, das du führst. Die spannendere Frage ist, wie die „Spaltung der Wirklichkeit“, die Trennung zwischen Parallelwelten sich vollzieht – unter Einbezug moderner Quantenphysik und physikalischer Naturgesetze. Die Interaktionstheorie findet darauf Antworten.
Gibt es ein Multiversum?
Die Existenz des Multiversums ist mit heutigen Mitteln nicht zu beweisen, und auch nicht zu widerlegen. Die meisten solcher physikalischen Multiversum-Theorien beruhen auf Interpretationen gegebener Daten, Naturgesetze und ontologischer Konzepte, etwa aus der Quantenphysik, der Kosmologie und der Stringtheorie.
Gibt es mehrere Universen – und wenn ja, wie viele?
Derzeit können Parallelwelten nicht auf wissenschaftliche Art beschrieben werden. Zahlreiche wissenschaftliche Theorien veranlassen jedoch seit vielen Jahrzehnten zahlreiche renommierte Wissenschaftler dazu, die mögliche Existenz solcher Parallelwelten zu postulieren. Die Bandbreite reicht dabei von einzelnen „Anti“-Parallelwelten, bis hin zu unendlich vielen.
Was ist größer als das Multiversum?
Sofern das Multiversum existiert, würde es sämtliche möglichen Universen umfassen. Es würde sich also um die größtmögliche Entität handeln.
Quellen:
1 James, William: „Is Life Worth Living?“ (1895). Veröffentlicht in: The Will to Believe and Other Essays in Popular Philosophy. New York: Longmans, Green, and Co., 1897, S. 43.
Ich habe eine hier nicht aufgeführte Multiversum-Theorie gefunden – Paste und Copy:
Die Multiversum-Theorie
Ein Himmelreich –
unzählige Höllen
eben jedem und jeder
die seinige und ihrige
So sollte denn jenes Multiversum
Idioten Multiversum heissen
also sprach der Drachen König
aus: Recht und Gerechtigkeit
Primatenverlag, Lunatic City 5776
Was für ein majestätisch-weitsichtiger Geistesblitz!
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