In der modernen Kosmologie werden seit vielen Jahrzehnten unterschiedlichste Varianten an Multiversen diskutiert. zu den bekanntesten Varianten von kosmologischen Multiversen zählen: das Patchwork Multiversum, das inflationäre Multiversum, das Oszillierende Universum, aber auch das Ekpyrotische oder Zyklische Universum, sowie das anthropische Landschafts-Multiversum.
Kosmologische Multiversum Theorien im Detail
Ist das Universum unendlich, so muss daraus folgen, dass sich die Bedingungen von einer Raumregion zur nächsten zwangsläufig irgendwann wiederholen. Dies führt zu Parallelwelten, nach welchen etwa der Planet Erde nicht nur einmal, sondern möglicherweise gar unendlich oft vorkommt – mitsamt unseren Alter Egos.
Die niemals endende kosmische Inflation erzeugt ein riesiges Netzwerk von Blasenuniversen. Eines davon ist unser Universum – Alan Guth hat 1980 eine der am weitesten verbreiteten Multiversum-Theorien vorgestellt. Unter anderem hat sich auch der große Astrophysiker Stephen Hawking intensiv mit diesem Konzept auseinandergesetzt.
Ekpyrotisches oder Zyklisches Universum
Kollisionen zwischen Branwelten können zu Urknall-ähnlichen Anfängen führen, sodass zeitlich getrennte Paralleluniversen entstehen.
Anthropisches Landschafts-Multiversum
Durch Kombination der kosmischen Inflation und der Stringtheorie bringen die verschiedenen Formen der zusätzlichen Dimensionen aus der Stringtheorie viele verschiedene Blasenuniversen hervor.
Basierend auf der Relativitätstheorie, erkannte man in den 1920ern, dass das Universum nicht statisch sein kann, und gemäß der Feldgleichungen nicht nur expandieren, sondern auch implodieren kann.
Aus mathematischer Notwendigkeit der Relativitätstheorie ergibt sich die theoretische Existenz von Weißen Löchern. Während Materie aus Schwarzen Löchern nicht entweichen kann, kann man ein Weißes Loch als Fontäne verstehen, aus der Materie herauströmt, während nichts in solche Singularitäten eindringen kann.