Von Monolithen auf Nias und solchen in Österreich

Eine Recherchereise führte mich vergangenen Dezember nach Nias. Auf der abgelegenen Insel besteht bis heute der Brauch, über Monolithen zu springen. Zweck der Sache ist neben der Ehrung der Ahnen und natürlich Showeinlage für Touristen, folgender: Die kriegerischen Stämme von Nias hatten einen Vorteil, wenn die Männer in der Lage waren, über möglichst hohe zäune der Finde zu springen. Die Sprünge über die Monolithen dienten als eine Art Training dafür.

Monolith in Wien

Erstaunt stelle ich vor einigen Tagen fest, dass offenbar auch Österreich dem Monolithen-Kult nicht abgeneigt ist. In diesem Fall allerdings hat der Kapitalismus bei uns schon Einzug gehalten: Nicht von Ahnenverehrern oder Kriegern beim Training für den Ernstfall werden sie hier verwendet. Die sagenhaften Monolith-Kräfte des fortschrittlichen Österreich werden offensichtlich von Banken evoziert…


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